Einsatz im Hochwassergebiet

Nach dem Dauerregen im Frühjahr 2013 kam es in weiten Teilen Deutschlands zu schweren Überschwemmungen mit katastrophalem Ausmaß. Flüsse traten über die Ufer und setzen weiten Teile des Landes unter Wasser. Seit Tagen kämpfen Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, DRK und der Bundeswehr gegen die Wassermassen. Die Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort läuft nicht immer optimal. Deshalb machten sich Mitarbeiter unserer Landfleischerei auf den Weg, um diese Versorgungslücke zu schließen.

Am frühen Morgen des 12. Juni fuhren sie, beladen mit 2500 Rostbratwürsten, Brötchen, einigen Kästen Bier und zwei großen Rosten, nach Arneburg bei Stendal. Nach einer herzlichen Begrüßung kam es erst noch zu kleineren Schwierigkeiten. Der Standort der Einsatzkräfte vor Ort, sollte aus taktischen Gründen verlegt werden, da wieder Dämme zu brechen drohten. Aber dann konnte endlich der Rost angebrannt werden. Die 780 völlig erschöpften Fluthelfer freuten sich wahnsinnig über die willkommene Abwechslung.

 

Alles erdenklich Gute wünschen wir den Menschen, die durch die Flutkatastrophe zu Schaden gekommen sind.

 

 

 

Auch die OTZ schrieb am 12.06.2013 über unsere Hilfsmaßnahme:

 

Spontane Hilfsaktion in der Krisenregion

 

Unternehmen der Region spenden

 

Oberwellenborn/Kamsdorf: Die Landfleischerei Kamsdorf macht sich heute mit vier Mitarbeitern auf den Weg nach Sachsen-Anhalt, um Einsatzkräfte, die gegen die Hochwasserkatastrophe kämpfen, zu unterstützen. Im Gepäck rund 2000 Würste, die vor Ort ­gebraten werden sollen.

"Wir haben uns zu der Aktion spontan entschieden, um auf­getretenen Problemen bei der Versorgung der Feuerwehrleute entgegenzutreten", sagte einer der designierten Geschäfts­führer der Landfleischerei, Dirk Hürtler.

 

Zielort ist Arneburg bei Stendal, wohin die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zusammen mit den anderen Thüringer Feuerwehren mittlerweile verlegt wurden und dort gegen die Auswirkungen des Hochwassers kämpfen. In der Altmark wird sich das ­Quartett einen Tag aufhalten. "Was sonst noch aus unserer ­Region gespendet wird, werden wir ebenfalls mitnehmen", sagte der zweite Geschäftsführer in spe, Heiko Schortmann.

Der Ortsbrandmeister von Unterwellenborn, Lothar Müller, griff die Idee auf, um weitere Lebensmittel und Getränke zu organisieren. Der Feuerwehrverein Unterwellenborn stellte Holzkohle und Grills zur Verfügung.

 

von Wolfgang Schombierski